Orbient
 
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Orbient

 

 

 

 

Autor: Patrick Szpyra

 

 

 

Mit Orbient erschien der erste Teil der ArtStyle-Reihe von Nintendo für WiiWare. Eigenarten dieser Reihe sind die minimalistischen Grafiken und Sounds, die jedoch auf ihre eigene, künstlerische Art bezaubern können. Orbient erschien schon 2006 als GBA-Titel in Japan, nur dort unter dem Namen Orbital. Nun kommt dieser erfrischende Gameplaycocktail auch in unseren europäischen Gefilden. Nur diesmal in einer deutlich aufgebohrten Version in punkto Grafik und Sound. Macht euch bereit auf eine entspannte und dennoch fordernde Tour durch das Universum.

 

 

 

 

Gameplay (4 von 4 Punkten):

Das Spielprinzip ist leicht erklärt: Ihr steuert einen kleinen Planeten und müsst mit gleich großen Planeten kollidieren um an Masse zu gewinnen. Dabei lenkt ihr euren Planeten nicht direkt. Durch drücken des A-Buttons ziehen euch die anderen Planeten physikalisch korrekt an, während durch drücken des B-Buttons euer Planet abgestoßen wird. Hört sich recht simpel an, doch durch die Trägheit der Masse, die im Verlauf des Levels immer größer wird, reagiert euer Planet immer träger. Dann kann es schon mal zur einer unliebsamen Umarmung mit einem größeren Verwandten kommen, wodurch sich euer Lebenspunkte-Pool um einen Zähler verringert. Diesen könnt ihr aber erhöhen indem ihr einfach kleine Planeten als Monde um euch kreisen lässt. Dafür dürft ihr aber nicht mit ihnen kollidieren, sondern sie nur in eure Umlaufbahn eindringen lassen. So entstehen dann in späteren Abschnitten zum Teil gigantische Sternenkonstellationen, die die Sicht aufs eigentliche Geschehen schon beeinträchtigen können.

Nach Abschluss eines Levels werden die Monde danach eurem Lebenskonto hinzu verrechnet. Doch genauso wie ihr kleine Planeten als eure Gestirne benutzen könnt, habt ihr die Möglichkeit selber als Satellit um größere Planeten zu kreisen. Dafür müsst ihr euch eine kurze Zeit im Gravitationsfeld des zugehörigen Planeten befinden. So ergeben sich weitere Möglichkeiten: In den Levels kreisen nämlich auch kleine Planeten um größere Gestirne. Diese lassen sich dann somit einfacher einfangen, da ihr meistens schneller kreist als der Gegenüber.

 

Habt ihr es geschafft eine bestimmte Masse zu erreichen aktiviert sich ein "Zielstern". Diesen müsst ihr einfach nur in euer Gravitationsfeld eindringen lassen, dann habt ihr auch schon den Level gemeistert. Problem: Der Zielstern ist so groß wie euer Planet, was dann besonders in späteren Abschnitten heikel werden kann. Da das Spiel mit der Zeit zu simpel werden könnte wurden euch weitere Hindernisse in den Weg gestellt. Zum Beispiel tauchen später riesige schwarze Löcher auf, von denen ihr tunlichst den größtmöglichen Abstand halten solltet. Sonst kann es passieren, dass ihr in den Sog des Nichts gelangt und den Abschnitt komplett von vorne starten müsst. Das Universum von Orbient umfasst sechs Galaxien mit jeweils fünf Levels.

 

 

 

 

 

Grafik (2 von 4 Punkten):


Die Grafik wirkt sehr schlicht, dennoch gibt sie dem Spiel ihre eigene persönliche Note. Während ihr mit eurem kleinen Planeten durch die zweidimensionalen Galaxien umherschwirrt könnt ihr im Hintergrund den Sternen bei ihren Wanderungen entspannt beobachten. Die Planeten sind im Prinzip nichts weiter als einfache rote, graue oder blaue Kreise. Die Effekte der Gravitation sind zweckmäßig. Punkten können in dieser Hinsicht nur die beeindruckenden Weltraumpanoramen.

 

 

 

Sound (3 von 4 Punkten):


Anfangs wirken die sphärischen Klänge sehr stimmig und untermalen die Thematik perfekt. Nach einer längeren Spielzeit jedoch wiederholen sie sich immer wieder und verlieren somit ihren Reiz. Nichtsdestotrotz passt der Sound wie die Faust aufs Auge und trägt wesentlich zur stimmigen Atmosphäre bei.

 

 

 

Fazit (3 von 4 Punkten):


Für umgerechnet 6 € bekommt ihr hiermit ein forderndes Spiel, das durch seinen einzigartigen Physikspielereien besonders Fans von World of Goo gefallen wird, obwohl Orbient nicht ganz an dieses Innovative und geniale Kaliber rankommt, ist es ein gefundenes Fressen für alle die nicht genug von Spielen dieser Machart bekommen können.

 

 

 

 

 

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